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Lass uns tanzen gehen
2022
Deutschsprachiger Indiepop
„Das ist bestimmt nicht unser letzter Song über Köln.“
Die Älteren erinnern sich vielleicht: Köln war in seiner Geschichte immer wieder ein absoluter Hotspot für Tanzwillige und -wütige, und es sicher kein Zufall, dass mit dem „Bootshaus“ im Mülheimer Hafen einer der aktuell renommiertesten Clubs Europas Domblick hat. Dass der Finalsong von Barnabas „Lass uns tanzen gehen“ heißt, sagt also eine ganze Menge mehr über die Stadt am Rhein aus, als der Titel bei oberflächlicher Betrachtung vermuten lässt. Genau dieses feierlustige Lebensgefühl ist es auch, das die fünf Musiker zu einer Band zusammengeführt hat.
Gesang, Klavier
Gesang, Akustik-Gitarre
E-Gitarre
Bass
Schlagzeug
„Das ist bestimmt nicht unser letzter Song über Köln“, sagt Sängerin Kathy. „Aber es ist der allererste, den wir zusammen als Band geschrieben haben.“ Das Projekt Songwriting gingen die fünf, die sich allesamt beim Studieren an der Uni Köln kennengelernt haben, mit durchaus empirischem Ernst an. „Wir wollten einen Song über einen schönen Sommertag in Köln schreiben, weil wir dieses Lebensgefühl gern miteinander teilen“, sagt Kathy. „Und wir haben auch in unserem Freundeskreis herumgefragt, wie sie Köln erleben, und die Antworten mit in den Text aufgenommen.“
Das Ergebnis ist eine fast schon klassisch anmutende Indiepop-Nummer mit catchy Refrain, dessen Ohrwurm-Faktor man sich kaum erwehren kann. Die gute Laune, die das Lied verströmt, ist dabei offenbar alles andere als aufgesetzt. „Wir hören oft, dass man sieht, wie viel Spaß wir gemeinsam haben“, sagt Kamilo, neben Kathy zweiter Sänger der Band, und mit seinem dritten Vornamen unfreiwilliger Namenspatron der Band. „Das war nicht meine Idee!“
Ob es ihnen auch in den wenigen Minuten, in denen sie im Finale von Euer Song für Köln auf der Bühne stehen werden, die Stimmung auf einen positiven Siedepunkt zu hieven? Kathy macht sich darüber keine Sorgen: „Wir funktionieren generell gut als Band, beim gemeinsamen Songschreiben genauso wie auf der Bühne.“ Diese Erfahrung haben Barnabas schon auf diversen Bühnen der Stadt gemacht, im alterehrwürdigen „Blue Shell“ genauso wie in der „Wohngemeinschaft“ - und auch bereits bei ihrem allerersten Auftritt im „Helios“ als Vorband des Popchors „Chorgonzola“ vor rund 200 Leuten. Kamilo: „Da haben wir direkt gemerkt, wie viel Bock uns das Livespielen macht.“
Weil auch das gemeinsame Songschreiben flutscht läuft wie am Schnürchen, wird‘s langsam Zeit für konzentrierte Studioaufnahmen. „Wir können gut zusammen kreativ sein“, sagt Kathy. Kamilo ergänzt: „Aber gemeinsam was aufzunehmen, das führt immer zu intensiven Diskussionen. Wir sind alle ziemlich perfektionistisch.“ Studiomieten allerdings sind teuer, weshalb so ein Preisgeld wie die 5.000 Euro für den 1. Platz im Finale genau passend käme.
Vor der harten Studioarbeit, direkt nach der Bekanntgabe der Gewinner, wissen die fünf allerdings jetzt schon ganz genau, was zuallererst zu tun wäre. Denn was macht man, wenn‘s was zu feiern gibt? Genau: „Tanzen gehen!“
