Laut Aber Schief

... ist mit dem Song "Noh Kölle Jonn" im Finale 2025

Die Bandmitglieder von Laut Aber Schief mit Maskottchen

Das User-Voting endet in

Tagen
:
Stunden
:
Minuten
:
Sekunden
Das Voting ist beendet! Der Gewinner wird nach dem 29.10.25 bekannt gegeben.

Laut Aber Schief

Songtitel:

Noh Kölle Jonn 

Aktiv seit:

2023 

Musikrichtung:

Kölschrock mit Chor 

„Kannst du singen?“ - „Nee!“ 

Wie gründet man einen Männergesangverein? Ganz einfach: „Jungs, es gibt Freibier!“ Diesen simplen, aber effektiven Satz schrieben Bosse, Flo und Guido an ihre Freunde und Bekannte im Bergischen Land. Fast alle - rund 70 an der Zahl - kamen und versammelten sich voller Vorfreude um den Zapfhahn der Gaststätte „Altenrath“ in Overath-Marialinden - und stellten überrascht fest, dass der zweite Teil der Einladung genauso ernst gemeint war wie der erste: „Wir singen zusammen!“ 

Deine Stimme zählt:

Das Voting ist beendet

Teile den Song:

Besetzung

Stephan von Berg, 35

Chorleitung, Keyboards 

Michael Wendeler, 46

Bass

Johannes Grewe, 38

Schlagzeug, Frauenschwarm

Thomas Raatz, 41

Gitarre

Thorsten „Bosse“ Traugott, 52

(Solo-)Gesang, Vorsitzender des gemeinnützigen Trägervereins

Florian Hubertus 37

(Solo-)Gesang, Finanzchef

Guido Dahm, 37

(Solo-)Gesang, Personalchef 

Marius Miebach, 32

Gitarre

Rund 120 weitere Sängerknaben zwischen 25 und 65 Jahren

Singen? Man kannte sich von früher, aus der Kneipe oder dem Fußballverein, vom Dartzocken oder sogar noch aus der Schule. Mit Stimmband-Akrobatik hatte bisher kaum einer der Geladenen was am Hut. Bosse prostete in die Menge und rief: „Wir wollen einen Chor gründen!“ Die meisten Gäste im Publikum blickten sich fragend um. Das häufigste Gespräch an jenem Abend ging so: 

„Kannst du singen?“ 

„Nö.“

„Dann bist du genau richtig bei uns.“ 

Den Impuls zur Chorgründung gaben die Hamburger Goldkehlchen. Bosse hatte den Männerchor im Video vor mehr als 5.000 Leuten auftreten sehen. „Die können auch nicht singen, aber die bringen was rüber“, stellte er fest. Das gefiehl ihm. „Ich hab‘ mir gedacht: Das kann ich mit meinen Jungs doch auch!“ Zumal es ihn wurmte, dass die Gründe, sich zu treffen, mit zunehmendem Alter immer weniger wurden. „Für all die Dinge, die wir früher gemeinsam gemacht haben, waren wir entweder zu dick, zu alt oder zu verletzt – aber Singen? Das müsste doch funktionieren.“ Und tatsächlich, das tat es – wenn auch, Nomen est Omen, eher schief als schön und eher forte statt piano.

Zum Start bedurfte es eines kleinen Tricks. Am Ende des Festsaals hing eine große Leinwand, ein Beamer projizierte Songtexte. „Bei den ersten Malen war das eher so eine Art Karaoke“, erzählt Bosse. „Aber inzwischen haben wir ein Riesen-Programm drauf zwischen Schunkelliedern und Neue Deutsche Welle, Classic Rock und Indie. Und ein Schlager-Medley kriegen wir garantiert auch noch hin.“ 

Vor allem aber: Mit dem Einstieg von Chorleiter Stephan kamen auch eigene Titel hinzu. Er bringt das doch nicht ganz unnötige musikalische Know-how ein, einige der inzwischen rund 125 Mitglieder ihre Kreativität. Der Finalbeitrag „Noh Kölle Jonn“, eine klassische Kölschrock-Nummer zum Mitsingen und –feiern, war ursprünglich ein Liebeslied für Stephans Angebetete. Bosse textete es auf die Stadt um, der er sich wie die meisten anderen im Chor zugehörig fühlt, obwohl er im beschaulichen Umland lebt. 

Laut aber schief! Das Konzept kommt an. Ach was – es geht ab wie Schmitz‘ Katze, nicht zuletzt dank Busfahrerin Sandra Völkel, die ihre knödelnden Knaben zu den mehr als 70 Auftritten im Jahr kutschiert. In den nicht einmal zwei Jahren ihres Bestehens ließ die Gesangssportgruppe aus dem Bergischen bereits die Wände von Fernsehstudios (unter anderem in „Die Hirschhausen-Show – Was kann der Mensch?“) und der Koelnarena wackeln, trat in bundesweit geschalteten Werbespots eines Mobilfunk-Anbieters sowie einer Baumarktkette auf und sang sich zum vielstimmigen Vereinsmaskottchen der Handballer des traditionsreichen VFL Gummersbach auf. „Wir treten an Orten auf, da wäre so ein Salesmanager wie ich ohne den Chor nie im Leben hingekommen“, sagt Bosse. „Und jetzt im Finale von Euer Song für Köln rocken wir das Gloria. Wie geil!“